Historie

Vor fast einhundert Jahren entstanden

Die Wurzeln der heutigen Solidargemeinschaften liegen in den ersten berufsständischen Unterstützungskassen, die in den 1920er- und 1930er-Jahren gegründet wurden. Hier erhielten bestimmte Berufsgruppen eine Absicherung im Krankheitsfall, wenn sie den Kassen beitraten. Heute existieren sowohl berufsständische Solidargemeinschaften als auch solche, in denen Menschen unabhängig von ihrer Profession Mitglied werden können. Die ersten konventionellen Krankenkassen entstanden bereits im Rahmen der Bismarckschen Sozialgesetze Ende des 19. Jahrhunderts. 

Vor allem seit den 1970er-Jahren erhöhte sich die Zahl der Solidargemeinschaften: Sie boten ein Gegenmodell zu den bestehenden Krankenversicherungen, die meist nur Behandlungsmethoden nach schulmedizinischen Richtlinien bezahlten, nicht jedoch darüber hinausgehende, alternative Behandlungen. In dieser Zeit wurde die Spar- und Unterstützungskasse der Bediensteten der Justizvollzugsanstalt Bielefeld gegründet. Es folgten weitere Solidargemeinschaften, wie die Spargemeinschaft und Unterstützungskasse der Polizei Münster (SpUKa) 1974 oder die 1989 gegründete „Spar- und Ausgleichskasse von Polizeibeamten im Oldenburger Münsterland“. Die Samarita Solidargemeinschaft entstand schließlich 1997.

Die BASSG und die Solidargemeinschaften machen sich dafür stark, dass der Gedanke der vertrauensvollen Solidarität und Subsidiarität in der Gesellschaft verankert und in vielen weiteren Bereichen gelebt wird.