Die Idee

Gemeinsam solidarisch handeln und entscheiden

Alternative Lebens- und Organisationsformen werden immer beliebter. Genossenschaften, die den Solidargedanken verwirklichen, entstehen in der Landwirtschaft, für Wohnen und Pflege, zur Energieerzeugung oder als Einkaufsgenossenschaft. Ihre Stärke liegt in der gemeinschaftlichen Selbstorganisation ihrer Mitglieder. Eigene Wege und Lösungen zu entwickeln, das treibt die Mitglieder an und macht die Gemeinschaften stark. Auf dieser Grundlage finden alternative Organisationen neue Antworten auf drängende gesellschaftliche Fragen und entwickeln unkonventionelle Lösungen abseits der vorgezeichneten Wege. Aus dieser gelebten Gemeinschaft erwächst sowohl eine Stärke als auch die Flexibilität, immer wieder individuell auf die Bedürfnisse ihrer Mitglieder eingehen zu können.   

Die Solidargemeinschaften der BASSG stehen für praktisch und unmittelbar gelebte Solidarität. Ihre Mitglieder sind vor allem in Krisenzeiten wie einer schweren Erkrankung füreinander da. Die Gemeinschaften bilden somit einen Gegenpol zu sozialer Kälte und Vereinzelung. Solidargemeinschaften funktionieren nach dem Prinzip der Subsidiarität: Die einzelnen Teile der Gemeinschaft handeln selbstbestimmt und können ihre Fähigkeiten bestmöglich entfalten. Die übergeordnete, größere Einheit tritt nur dann in Aktion, wenn die kleinere Einheit eine Aufgabe nicht erfüllen kann. Somit wird Eigenverantwortung gefördert und Freiheit gewährleistet. Jedes Mitglied kümmert sich um seine eigene Gesundheit und bestreitet die Kosten für geringfügige Erkrankungen aus dem Individualkonto. Bei höheren Kosten tritt die Gemeinschaft ein. Sehr große Risiken werden durch eine Rückabsicherung abgedeckt. Damit ist sichergestellt, dass der einzelne gefordert ist, aber nie überfordert wird. Er kann sich auf die Gemeinschaft verlassen, die sich auf die wesentlichen übergeordneten Aufgaben beschränkt.